von der unerträglichen "Berichterstattung" des Staatsfunks..

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Neuer Beitragvon angel » Di 5. Aug 2014, 18:29

man kann eigentlich nur noch kotzen ..


Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Volksvertreter verkaufen........
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angel
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Re: von der unerträglichen "Berichterstattung" des Staatsfunks..

Neuer Beitragvon Rudi » Sa 16. Aug 2014, 10:48

.
Was können wir "Normalverbraucher" eigentlich tun um uns über das Inlands-
und das Weltgeschehen zu informieren? Wir können nicht selbst an den Brenn-
punkten der Welt anwesend sein, oder jeweils unseren Jahresurlaub dorthin
verlegen. Also müssen wir doch Fernsehsendungen, Radiosendungen, Tages-
zeitungen, Magazine und das Internet bemühen. Unser Informations-Bedürfnis
können wir jedoch nicht zu unserem Hauptberuf machen, wovon sollen wir
dann leben, ich jedenfalls hatte keine steinreichen Eltern.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als möglichst neutral berichtende Medien zu
finden. Das allein ist schon ein Kunststück. Fast alle Berichte haben schließlich
eine persönliche Färbung des Verfassers, selbst wenn er es nicht einmal beab-
sichtigt. Dann kommen noch schludrig recherchierte Informationen dazu, aus
Zeitmangel, aus einer gewissen Oberflächlichkeit der Urheber oder sogar vor-
sätzlich in Form von Manipulationen.

Gerade in den letzten Tagen ist mir aufgefallen: Es wurde gesprochen von
280 russischen Sattelzügen des Konvois, von 262 und von 300. Einmal hieß
es, daß die Transall 8 t Hilfsgüter an Bord hätten, dann waren es 9 und heute
6,6 Tonnen. Und so ziehen sich seit Jahrzehnten beliebig viele, nicht überein-
stimmende oder sogar gegensätzliche Meldungen durch Berichterstattungen.
Wenn Menschen mit technischen Berufen so schludrig arbeiten würden, gäbe
es keine funktionierenden Autos und Kühlschränke, und viele Brücken würden
einfach zusammenbrechen.

Ich kann Menschen verstehen, die von all dem nichts sehen, hören und lesen
wollen und sich ausschließlich um ihre rein persönlichen Belange kümmern.
Vielleicht ist das auch der bessere Weg. Denn es wird doch ohne Ende gelogen,
in den Medien, in der Politik .. . Ich erinnere mich an eine sehr interessante,
etwa 10 Jahre alte Aussage von Franz Müntefering, wörtlich: "Wer das glaubt,
was Politiker vor den Wahlen sagen, der ist selbst schuld!"

Rudi

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Re: von der unerträglichen "Berichterstattung" des Staatsfunks..

Neuer Beitragvon Donaldd » Sa 16. Aug 2014, 15:09

die Krux der modernen Medienlandschaft ist explosive Vervielfältigung der Quellen und Anbieter von Nachrichten. In den Demokratien mit einer generellen Pressefreiheit (ich lasse jetzt mal die bedenklichen Einschränkungsversuche beiseite) ist ein gnadenloser Wettbewerb entstanden. Jeder will der Erste und der Beste sein. Hinzukommt die zwanghafte Visualisierung. Eine Nachricht ist heute nur halb so interessant, wenn dazu kein Video oder nicht wenigstens ein Bild gezeigt werden kann.
Denken wir noch an die Zeiten als die einzigen visualisierten Nachrichten im Kino als FOX TÖNENDE WOCHENSCHAU liefen und zu viele Bilder in Zeitungen als unseriös und marktschreierisch galten. Darum hieß und heißt ja auch das mieseste Blatt "BILD". In der Tagesschau war zum großen Teil der Mann mit der Krawatte zu sehen.

Das Ergebnis dieser Entwicklung wirkt sich auf die Qualität der Nachrichten aus. Besonders vorsichtig sollte man mit Nachrichten aus dem Internet umgehen. Dort läßt sich dank Anonymität jede Lüge als "Nachricht" verkaufen.

Man sollte filtern und sich auf den Kern der Nachricht konzentrieren. Es ist also m.E. unerheblich ob 200 oder 300 Lastwagen unterwegs sind. Solange die genannte Zahl am Gewicht des Geschehens nichts ändert, ist es einfach unerheblich wenn daraus nicht 20 oder 3000 gemacht werden. Wir sollten auch unterscheiden ob Nachrichten aus grundsätzlich um Fakten bemühte Quellen stammen oder aus nachweislich propagandistisch manipulierten. Hektisch produzierte Fehler sind etwas anderes als vorsätzlich verbreitete Lügen.

Wahlkampfzeiten sind ein schlechter Zeitpunkt für die qualitative Beurteilung von Aussagen :elch: . Solange allerdings die Wähler immer noch denen hinterherlaufen, die Wohltaten versprechen, wird sich daran auch wenig ändern.

DD
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Re: von der unerträglichen "Berichterstattung" des Staatsfunks..

Neuer Beitragvon Rudi » Do 21. Aug 2014, 10:20


Mit meinen Zahlen-Beispielen wollte ich eigentlich keine Erbsenzählerei betreiben.
Die Zahlen stehen nur stellvertretend als Beispiel für allzu häufig ungenaue Bericht-
erstattungen. Wenn die Ungenauigkeiten durch gesundheits- oder lebensbedrohen-
de Umstände entstehen (z.B. Kriegs-Berichterstattung) kann ich das ja akzeptieren.
Doch leider scheint es schon lange auch dann gängige Praxis zu sein, wenn keine
Gefahren für den Reporter /Journalisten bestehen.

Alle Berufsgruppen unterliegen einem mehr oder weniger harten Wettbewerb. Wenn
ein Arzt statt des Blinddarms beide Nieren entfernt, kann er sich auch nicht darauf
berufen, daß die Krankenhäuser in einem harten Wettbewerb zueinander stehen:
"Ich hatte für die Operation nur 5 Minuten Zeit."

Und dann kommen noch die vielen, vielen Manipulationen hinzu, gerade in den letz-
ten Monaten ist ja wieder mal die Spitze eines Eisberges sichtbar geworden: Ergeb-
nisfälschungen bei ADAC, ZDF und ARD. Was soll ich da noch glauben??

Rudi

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Re: von der unerträglichen "Berichterstattung" des Staatsfunks..

Neuer Beitragvon Donaldd » Do 21. Aug 2014, 12:05

ich würde trotzdem zwischen vorsätzlicher Nachrichtenmanipulation und schlechtem Journalismus unterscheiden.
Die Ergebnisfälschungen sind genau das, was durch derartige erfolgsorientierten Strukturen entsteht: Zuschauer- oder Leserzahlen sind wichtiger als der Inhalt.

DD
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