Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon angel » Di 8. Mär 2011, 09:01

erinnert ihr euch? Es war sein wichtigstes Wahlversprechen - schon um von der desaströsen Politik seines Vorgängers wegzukommen .. "Guantanamo wird innerhalb von 2 Jahren geschlossen"! versprach er damals pathetisch .. und nun kneift er den Schwanz ein und macht da weiter, wo Bush aufgehört hat ... "Verteidigungsminister Robert Gates sagte, die Aussichten, dass das weltweit kritisierte Lager auf Kuba tatsächlich aufgelöst wird, seien "sehr, sehr gering" schreibt die Financial Times.

Das Lager, in dem derzeit noch 172 Gefangene einsitzen, ist ein heißes Eisen in den USA. Obama hatte in einer medienwirksamen Geste zwei Tage nach Amtsantritt im Januar 2009 eine Anordnung unterschrieben, Guantánamo innerhalb eines Jahres zu schließen. Zwar hat er das Versprechen bis heute nicht eingehalten. Doch am Ziel der Schließung hält Obama weiterhin fest - allerdings ohne sich auf ein neues Datum festzulegen.

Das Lager auf Kuba hatte Obama-Vorgänger George W. Bush nach den Terroranschlägen 2001 errichten lassen. Dort finden auch die umstrittenen Militärtribunale statt. Menschenrechts-Gruppen kritisieren die Haftbedingungen und die Tatsache, dass die allermeisten Gefangenen dort seit vielen Jahren eingesperrt sind, ohne dass die USA Anklage erhoben haben.




tja da fragt man sich, in wie weit man diesem Präsidenten wohl noch trauen kann? Ich denk da so an sein Säbel rasseln vor Libyen ...
hoffentlich geht er wenigstens da keinen Alleingang sondern fügt sich in das, was die anderen NATO Staaten usw machen ... dass es OHNE Bombardierung der libyschen Militärbasen auch kein Flugverbot geben kann, müsste doch eigentlich klar sein - und die fast 100 Kriegsschiffe aus 9 Nationen vor Tunesien sind sicher nicht nur dort um arme Flüchtlinge aus Ägypten , Bangladesh und China in Sicherheit zu bringen ..
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Re: Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon Ruth » Di 8. Mär 2011, 12:23

Richtig, das Lager ist nach wie vor in Betrieb, was weder akzeptabel noch allgemein verständlich ist.
Trotzdem: was Obama daran hindert, sein Wahlversprechen zu halten, möchte ich nicht unbedingt durch Pressenachrichten erklärt wissen. Ich weiß nur, dass sich allgemein gegen Aufnahme von Lagerinsassen gesträubt wird, was ich sogar in etwa nachvollziehen kann.
Wenn es auch nicht gut ist, dass Obama sein Wort bisher nicht hielt, vermutlich nicht halten konnte, so wehre ich mich sehr dagegen, ihn als Präsidenten generell zu demontieren. Für seine positiven Leistungen gibt es jedenfalls ebenfalls Beweise - wenn es sein muss (und wie sollte es sonst möglich sein) anhand von Medienberichten
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Re: Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon angel » Di 8. Mär 2011, 12:55

leider ist es offiziell, Ruth ...

Guantánamo wird nicht geschlossen - Obama führt Tribunale wieder ein
Nach einer zweijährigen Pause dürfen die umstrittenen Militärprozesse im Gefangenenlager Guantánamo wieder aufgenommen werden. Mit einem entsprechenden Erlass gesteht US-Präsident Obama das Scheitern seines Planes ein, das Lager zu schließen. Noch immer werden 172 "feindliche Kämpfer" in Guantánamo festgehalten.

http://www.n-tv.de/politik/Obama-fuehrt ... 82721.html


Mich hats vom Stuhl gehauen, als ich das heute früh in den Nachrichten hörte ..
Ich bin von dem Mann inzwischen ziemlich enttäuscht
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Re: Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon marie » Di 8. Mär 2011, 13:15

Nennt man das nicht Realpolitik? Oder politische Zwänge?

Ich denke, mit der Absicht der Lagerschließung hat er sich in der Aufnahmewilligkeit der Europäer verspekuliert. Dass niemand der von den Amerikanern an verdächtigen Orten Eingesammelten von seinen Landsleuten aufgenommen werden würde, war ja klar und mir nachvollziehbar.
Man muss schon ein besonderer europäischer Gutmensch sein, wenn man derartige Risiken eingeht, Menschen, die entweder von Anfang an erklärte Terrorristen waren odervielleicht in der Haft dazu geworden sind, im eigenen Land aufzunehmen.
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Re: Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon Donaldd » Di 8. Mär 2011, 13:47

du bist erst jetzt enttäuscht?

Für mich ist bereits die Maßlosigkeit der US-Administration i.S. Wikileaks und die eher an stalinistische Unrechtsherrschaft erinnernde Behandlung des angeblichen Informanten der springende Punkt. Alles geschieht, offenbar auch die hinter den Kulissen laufende Erpressung von Banken, Internetanbietern und Kreditkarten-Unternehmen durch die US Administration, mit Wissen und Billigung des Herrn Obama. SONST WÄRE ES NICHT GESCHEHEN.

Da hat er m.E. schon die Maske fallen lassen. Ein Trost: Mit der Clinton wären wir nicht besser dran.

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Re: Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon angel » Di 8. Mär 2011, 13:52

naja zu wikileaks und seinen Methoden hab ich so meine eigene Meinung ...der "Macher" hat da auch allerhand vorgetäuscht und mM hätte wikileaks in die Hände von einer Organisation wie Reporter ohne Grenzen gehört oder so ... wenngleich die Massnahmen gegen die "Verräter" schon mehr als grenzwertig ...

Aber Obama und Clinton sind sicher immer noch 1000 x besser für die USA und die Welt als dieser mediengeile Trampel aus Alaska ...
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Re: Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon Ruth » Di 8. Mär 2011, 15:59

Dass das Lager nicht geschlossen wurde oder wird, ist mir natürlich auch bekannt. Sicher ist es für Obama weder ein Ruhmesblatt noch ein persönliches highlight, aber ich sehe auch enorme Schwierigkeiten bei der Realisierung seines Vorhabens, die nicht von ihm allein beseitigt werden können.
So schrecklich alles ist, so werde ich dennoch nie damit einverstanden sein, Obama grundsätzlich und in seiner Rolle als USA-Präsident zu verdammen.
Nur darum geht es mir.

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Re: Obama ist eben doch nur Oblabla ....

Neuer Beitragvon Donaldd » Di 8. Mär 2011, 16:23

hinsichtlich Wikileaks gibt es zwei Ebenen:

Grundsatzeben und und Detaillekritik.

Wer das Video von dem unsäglichen Hubschraubermassaker an den Reutersreportern und den Irakischen Helfern kennt kann m.E. nur zur Erkenntnis kommen, daß die Herstellung der Öffentlichkeit unabdinbar und notwendig ist. Man muß beachten, daß der US-Verfolgungswahn gegen WL ja nicht erst mit der letzten Veröffentlichung begann sonder auch schon wegen dieses Videos losgetreten wurde. Aber statt diese Kriegsverbrecher zu verfolgen, wird entgeht dieses arme Informanten-Würstchen nur knapp der Todesstrafe. WAS SIND DAS EIGENTLICH FÜR MASSSTÄBE???????

Dagegen stehen sicher auch Fehler im Detaille und kritikwürdige Verhaltensweisen von WL-Gründer Assange. Aber alles Pillepalle zu dem was WL an wichtigen Dingen aufgedeckt hat. Im übrigen: wichtig ist allein diese Existenz dieser und zwischen anderer Aufdeckungsplattformen, die u.a. auch seriöseres Arbeiten versprechen. Potentielle Staats- und Kriegsverbrecher wissen, daß sie beobachtet werden und ihre Aktivitäten nicht spurlos hinter "STRENG geheim" Stempeln verschwinden können.

Obamas Rolle ist in der Wiki-Sache beschämend. Hier haben wir einen weiteren Fall, wo Anspruch und Realitär weit auseinanderfallen.

Es ist Zeit, daß Europe unmißverständlich von den USA die Einhaltung der Menschenrechte und der UN-Charta verlangt. Es ist unabdingbar, daß die USA den internationalen Gerichtshof anerkennt. Wo wir wieder in Guantanamo sind: Wer hat denn die leute dort völkerrechtswidrig interniert?? Wieso sind jetzt die anderen schuld, die so gemein sind und diese Leute nicht aufnehmen wollen??

Nein das gehört alles zusammen: Die USA brechen selbstherrlich das Völkerrecht und weigern sich nach wie vor den internationalen Gerichtshof anzuerkennen.
Da schließt sich der Kreis: Guantanamo und die Behandlung der Hubschrauberattacke sind ein und das selbe Problem.

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