Hasta la Vista, Arnie!

Hasta la Vista, Arnie!

Neuer Beitragvon angel » Di 4. Jan 2011, 18:04

Heute ist sein letzter Tag im Amt als Gouverneur von Kalifornien - Arnold Schwarzenegger, der Junge aus der Steiermark in Österreich, der mit Hauptschulabschluss in die USA auswanderte, und als Immobilienmakler ein Vermögen machte - der Bursche hat sich wirklich hochgearbeitet, Betriebswirtschaftskurse besucht und dann, als er endlich ein Dauervisum hatte, internationaler Wirtschaftslehre studiert und abgeschlossen. es soll also keiner sagen, der Mann hätte sich nur als Bodybuilder und mehrfacher "Mr. Universum" nach oben gehantelt ... aber auch da war er Weltklasse, der Arnie ...

Mit insgesamt sieben Mr. Olympia-Titeln und fünf Mr. Universum-Titeln war Arnold Schwarzenegger der erfolgreichste Bodybuilder seiner Zeit und wird bis heute als prägende Persönlichkeit des Bodybuildings angesehen. 1999 wurde Schwarzenegger in die Hall of Fame der IFBB aufgenommen.

Verheiratet mit einer Frau aus dem Kennedy-Clan öffneten sich dem inzwischen weltbekannten Hollywoodstar auch die Türen zur grossen Politik - 1990 wurde der Republikaner vom damaligen US-Präsidenten George Bush zum Vorsitzenden des nationalen Rates für Fitness und Sport ernannt.

Am 7. August 2003 gab Arnold Schwarzenegger öffentlich seine Kandidatur für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien bekannt. Er kündigte an, jeden Dollar, den der amtierende Gouverneur Gray Davis zur Verhinderung seiner Abwahl ausgebe, mit einem eigenen Dollar zu kontern. In sein Team holte er dazu den ehemaligen US-Außenminister George P. Shultz sowie den Milliardär Warren Buffett. Während seines Wahlkampfes wurde Schwarzenegger von einigen seiner republikanischen Parteifreunde heftig als „Mogelkandidat“ angegriffen, da er ihrer Meinung nach kein allzu scharfes Profil als Republikaner zeigte. Allgemein trat die Person Schwarzenegger (bzw. seine Schauspielerkarriere) statt der geplanten Politik in den Vordergrund der Berichterstattung und Schwarzenegger nahm im Wahlkampf nur an einer Debatte teil. Gerade dieses Profil hat Schwarzenegger als republikanischer Kandidat im eigentlich eher demokratischen (links-liberalen) Kalifornien jedoch vielleicht zur Stimmenhoheit verholfen. Am 7. Oktober 2003 gewann Schwarzenegger die Gouverneurswahl mit über 48 % der abgegebenen Stimmen und wurde am 17. November 2003 als 38. Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien vereidigt.

Schwarzenegger verstand sich darauf, auch politische Gegner zur Unterstützung zu gewinnen, was angesichts der demokratischen Mehrheit im kalifornischen Parlament auch von vornherein erforderlich war. So ernannte er beispielsweise die Demokratin Susan Kennedy 2005 als seine neue Stabschefin. Als ehemaliger Schauspieler wusste er sich geschickt in der Öffentlichkeit zu präsentieren, Humor und Familiensinn zeichneten von ihm in den Medien ein volksnahes, sympathisches Bild. Dazu trug auch seine Ankündigung bei, auf sein Gehalt als Gouverneur verzichten zu wollen.

Im Ausland, vor allem in Europa, erhielt Schwarzeneggers unnachgiebige Haltung zur Todesstrafe große Aufmerksamkeit und er stand stark in der öffentlichen Kritik. In Österreich wurde unter anderem aus mehreren politischen Richtungen gefordert, dass ihm die Österreichische Staatsbürgerschaft, die er trotz seiner amerikanischen nicht verloren hat, entzogen wird.

In Kalifornien ist die Politik Schwarzeneggers hingegen eher wegen seiner Vergabe von Regierungsaufträgen und -posten an laut den Vorwürfen eng verbundene Geschäftsleute und seiner Budgetpolitik umstritten.Bei der Volksabstimmung im November 2005 über seine Reformpläne erlitt er eine schwere Niederlage, als die Wähler sämtliche Vorhaben des Republikaners ablehnten. Dabei ging es um längere Probezeiten für Lehrer, strengere Auflagen für Gewerkschaften, eine Neuregelung der Wahlbezirksgrenzen und Kürzungen im Haushaltsbudget. Seine Ankündigung mit seiner Regierungspolitik (so etwa einige, nicht in der Volksabstimmung enthaltene, durchgeführte Kürzungen) das kalifornische Haushaltsdefizit zu verringern, wurde nicht eingelöst. Das Defizit vergrößerte sich durch die Immobilienblase und gesunkene Steuereinnahmen anstatt dessen, und die Bonität Kaliforniens wird als am geringsten unter den US-Bundesstaaten eingeschätzt.

Schwarzenegger hat dazu 2010 ein weiteres Kürzungspaket mit einem geschätzten Umfang von 12,4 Mrd. Dollar verordnet. Das Paket umfasst unter anderem unbezahlten Zwangsurlaub für Angestellte, deutliche Kürzungen (und somit Entlassungen) im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen sowie erhöhte Schulgelder.

Soweit Wikipedia ..

Tja, das Kürzungspaket und so manches mehr, wo Arnie sich eben nicht dem Wählerwunsch entsprechend verhielt, hat nun seine Wiederwahl verhindert und ab heute hat ein anderer Gouverneur in Kalifornien das sagen: der Demokrat Jerry Brown ... schaun mer mal ...

Aber eines wird der Neue ganz sicher NICHT haben: Arnies sicheres Gespür für Hanteln!
Arnold Schwarzenegger hat stets jeden Ort besucht, an dem es in Kalifornien grosse Waldbrände gab, sprach mit den Betroffenen und half stets sehr schnell mit finanziellen Mitteln - und noch etwas:
Egal welchen Brandherd er besuchte - mit traumwandlerischer Sicherheit fand er überall dort in einem der zerstörten Häuser - eine Hantel !
Medienwirksam liess der Gouverneur sich dann mit den angerussten Dingern fotografieren ...
so ...

arnie1.JPG
arnie1.JPG (26.63 KiB) 733-mal betrachtet


oder so ....

arnie2.jpg


und immer liess Arnie die markigen Muskeln spielen...wow ...

na, die Amis hatten ihren Spass ....

"Arno kann jedes heruntergebrannte Haus besuchen und er findet ...was?.. HANTELN!
Oh.. was ist denn das? ... eine Hantel! Vielleicht sollte ich die mal hochheben ...


Dumbbell sind Hanteln, wörtlich übersetzt heisst das "stumme Glocke" oder aber auch ... "blöde Glocke" ... dumb... blöd, stumm, bescheuert ..
naja...

Hasta la Vista, Arnie!
Hoffentlich im nächsten Termiantor!!!!
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Re: Hasta la Vista, Arnie!

Neuer Beitragvon Benny » Di 4. Jan 2011, 18:16

Liebe Angel, danke für den ausführlichen Bericht.
In einem Punkt ist er aber falsch, er konnte nach Kalifornischen Recht nicht wiedergewählt werden.
Wäre es möglich gewesen, da gebe ich dir recht, hätte er keine Chance wiedergewählt zu werden.
Gruß
Benny
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