Kinderarmut in Deutschland?

Kinderarmut in Deutschland?

Neuer Beitragvon angel » So 19. Jan 2014, 12:37

Ganz ehrlich zweifle ich schon lange an den Berichten, die da so über den Bildschirm flackern und über Informationen aus angeblich berufenem Mund .. auch wenn ich sonst kein Fan der WELT bin, ist dieser Kommentar hier doch sehr lesenswert ...

Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Volksvertreter verkaufen........
Benutzeravatar
angel
Administrator
 
Beiträge: 4561
Registriert: So 9. Aug 2009, 12:04
Wohnort: auf dem platten Land

Re: Kinderarmut in Deutschland?

Neuer Beitragvon Donaldd » Mi 22. Jan 2014, 04:19

in dem Fall kann ich Broder nicht folgen. Natürlich gibt's Kinderarmut. Es wäre vernünftig, den Hartz4-Empfängern das Kindergeld nicht voll auf die Leistung anzurechnen und gleichzeitig die steuerliche Sonderförderung für Reiche in Form der über dem Kindergeld liegenden Steuervergünstigung durch Kinderfreibeträge zu streichen.

DD
Benutzeravatar
Donaldd
Administrator
 
Beiträge: 8
Registriert: Mi 2. Feb 2011, 01:40

Re: Kinderarmut in Deutschland?

Neuer Beitragvon angel » Do 23. Jan 2014, 11:21

Nun, da ist sicher vieles reformbedürftig, wenn ich nur daran denke, dass andere EU-Staaten Kindergeld nur bis zu einer Nettoeinkommensuntergrenze zahlen, in spanien gibts für nichtbehinderte Kinder keine 30 euro/Mon und das nur, wenn das Jahresfamilieneinkommen unter 8000 euro oder so liegt, auch in Italien staffelt es sich nachdem Einkommen. Hier eine Übersicht:

www.skm-steuerberater.de%2Ffileadmin%2F ... GU&cad=rja

aber deshalb wird mit dem Ausdruck "Kinderarmut" trotzdem zu inflationär um sich geworfen in den Medien - und solange die Muttis der armen Kinder noch ne Pad-Kaffeemaschine haben und somit umgerechnet 50 - 80 Euro für ein Kilo Kaffee bezahlen, kann es so arg nicht sein. Dann ist es tatsächlich keine Verarmung sondeern Verwahrlosung
Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Volksvertreter verkaufen........
Benutzeravatar
angel
Administrator
 
Beiträge: 4561
Registriert: So 9. Aug 2009, 12:04
Wohnort: auf dem platten Land

Re: Kinderarmut in Deutschland?

Neuer Beitragvon Donaldd » Do 23. Jan 2014, 16:31

Definition zum Begriff "Armut" ist für diese Betrachtungen sicher sinnvoll.

Es gibt aus meiner Sicht zwei Blickwinkel.

a) der rein materielle Maßstab
b) der relative Maßstab

rein materiell ist im Vergleich zum Elend großer Menschenmassen dieser Erde in Deutschland eigentlich NIEMAND arm. (a)
Ich halte diese Sichtweise aber nicht für sachgerecht und auch nicht für verfassungskonform (Art. 20 Abs. 1 GG:(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. . Unter der Überschrift Menschenwürde ist die relative Armut (materielle Ausstattung im Vergleich zum gesellschaftlichen Umfeld) durch aus zu beachten. In einer Überflussgesellschaft, in der die soziale die Schere immer weiter auseinanderklafft ist die Abwesenheit von Armut ein bisserl mehr als Dach überm Kopf und nicht verhungern. (b)

DD
Benutzeravatar
Donaldd
Administrator
 
Beiträge: 8
Registriert: Mi 2. Feb 2011, 01:40

Re: Kinderarmut in Deutschland?

Neuer Beitragvon angel » Do 23. Jan 2014, 20:25

soweit, sogut --- aber schauen wir uns doch mal die Familien an, aus denen diese Kindr kommen - da trifft aber bei mehr als 70% eher verwahrlost als verarmt zu, eben weil die eltern oder der Elternteil das knappe Geld nicht für die Kinder sonder für eigene Bedürfnisse ausgeben und da ist das nicht der staat schuld. Oder?
Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Volksvertreter verkaufen........
Benutzeravatar
angel
Administrator
 
Beiträge: 4561
Registriert: So 9. Aug 2009, 12:04
Wohnort: auf dem platten Land

Re: Kinderarmut in Deutschland?

Neuer Beitragvon Donaldd » Fr 24. Jan 2014, 12:03

naklar, wer mit Hartz4 den Kindern noch die Bude zuqualmt, dem geht's sicherlich noch zu gut.
Ich warne aber vor einer zu engen Betrachtung. Letztlich sind Sozialkosten eine Art Schutzgeld. Wer ums Überleben kämpft wird bei entsprechender Ausweglosigkeit kriminell. Die Auswirkung einer unsozialen Gesellschaft können wir z.B. in Brasilien gut beobachten: Wer was hat, muss sich mit hohen Mauern wehren. Fast jeder, der häufig z.B. geschäftlich nach Brasilien reist ist entweder selbst schon ausgeraubt worden oder kennt einen, dem das passiert ist. Mir ist sozialer Frieden wichtiger als ein paar Kröten zu viel Sozialkosten.


DD
Benutzeravatar
Donaldd
Administrator
 
Beiträge: 8
Registriert: Mi 2. Feb 2011, 01:40


Zurück zu Innenpolitik

Wer ist online?

Mitglieder: Google

cron