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Neuer Beitragvon Nordstern » Di 16. Nov 2010, 14:03







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Neuer Beitragvon Benny » Di 16. Nov 2010, 14:35

Das ist unglaublich! 10 Jahre wäre bei mir die Mindeststrafe gewesen.
Die letzten beiden Links sind nur für Abonenten.
Schade, die Urteilsbegründung hätte ich gerne gelesen.
Die gesamte Strafkammer gehört nach Sibirien! :motz :motz

Gruß
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Neuer Beitragvon fritz_the_cat » Di 16. Nov 2010, 14:35

Das Opfer war wohl nicht besonders schutzwürdig. Oder der Richter, der leider noch frei herumlaufen darf, hat Angst um seine hübsche Tochter.

Viele Grüße,
Fritz
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Neuer Beitragvon Donaldd » Di 16. Nov 2010, 15:17

nun ich sehe das grundlegender und halte gerade in diesem Zusammenhang nichts von Richterschelte. Wer meine Beiträge zu Kachelmann kennt, weiß, daß ich keineswegs dazu neige, Richter über Gebühr zu schonen.

Aber dieses Urteil ist weniger Folge eines zu milden Gerichts als vielmehr Auswuchs unseres überkommenen Strafrechts. Das heutige Strafrecht entstand vorwiegend zu einer Zeit, als es darum ging das Vermögen derjenigen zu schützen, in deren Hand die Gesetzgebung ruhte, ist also feudalistisch strukturiert. So kommt es eben, daß trotz diverser Reformen das Vermögensdelikt viel regider bestraft wird als Straftaten gegen Leib und Leben. So kommt es eben auch, daß sich ein Gericht automatisch so entscheiden muß. Ich weise auch auf Diskrepanzen innerhalb des Bereichs Leib und Leben hin. Während z.B. Kachelmann im Falle eines Schuldspruchs MINDESTENS 5 Jahre erwarten, obwohl er keinerlei, wenn er es denn überhaupt war, Leben bedroht hat werden hier allein aufgrund der fehlenden "Absicht" mildeste Strafen verhängt.

Hier bedarf es also gerade,was solche asozialen Taten und Täter anbelangt, einer erheblichen Anhebung der Mindeststrafen und spezifizierter Straftatbestände. So sollte eine tatsächliche Gefährdung des Lebens einer Tötungsabsicht gleichgestellt sein, wenn ein vorsätzlicher Angriff festzustellen ist. Also zum Beispiel ein lebensbedrohlicher vorsätzlicher Angriff. Da könnte sich dann auch durch Rechtsprechung entwickeln lassen, was denn lebensbedrohlich ist, z.B. Angriffe mit Waffen aller Art oder gegen den Kopf des Opfers.

DD
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Neuer Beitragvon Benny » Di 16. Nov 2010, 15:49

Moment Donald, so ganz bin ich nicht einverstanden mit deinen Ausführungen.
Für das angeführte Delikt sieht das Gesetz eine Höchststrafe von 10 Jahren vor.
2 Jahre auf Bewährung nenne ich Rechtsbeugung!.
Leider kann ich die Urteilsbegründung nicht lesen weil der Link für Abbonenten ist.
Aber egal was drin steht, ich kann sie nicht nachvollziehen, bei höchsten Wohlwollen nicht! :motz

Gruß
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Neuer Beitragvon woelfi » Di 16. Nov 2010, 16:04

Hallo,
es ist schon schlimm, wie in unserer Bananenrepublik Recht :?: gesprochen wird. Warum wird eigentlich das Opfer nicht angeklagt? Hatte er doch die Dreistigkeit, eine Bitte vorzutragen. Die Täter können jetzt darauf hoffen, dass sie therapiert werden, schlimm.

Zitat Donaldd …Hier bedarf es also gerade,was solche asozialen Taten und Täter anbelangt, einer erheblichen Anhebung der Mindeststrafen und spezifizierter Straftatbestände. So sollte eine tatsächliche Gefährdung des Lebens einer Tötungsabsicht gleichgestellt sein,…

Das ist sicherlich vom „Gutmenschentum“ überhaupt nicht gewollt. Wo sind wir denn? Jugendlichen wird erlaubt, mit siebzehn den Führerschein zu machen, wichtige Ämter zu bekleiden, etc. Begehen sie aber schwere Straftaten mit 21 Jahren, wird das Jugendstrafrecht angewandt. Es läuft vieles schief in unserem Bananenstaat.

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Neuer Beitragvon angel » Di 16. Nov 2010, 17:05

Die Anwendung des möglichen Strafmasses ist wirklich mehr als fragwürdig - hier ein Fall aus Ludwigshafen vom Feb 2010 .....

http://www.bild.de/BILD/news/2010/02/19 ... teilt.html

es ist völlig unverständlich, warum da noch getätschelt wird.
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Neuer Beitragvon Nordstern » Di 16. Nov 2010, 18:22

Ich wollte noch erwähnen, daß dieser Fall nur einer von eine Reihe Fällen ist,
die sich nach meiner sicher subjektiven Sichtweise zwischen 2009 und Sommer 2010 häuften.
Teils tödlich, teils mit schweren gesundheitlichen Folgen für die Opfer.

Der Fokus, was das Recht des einzelnen Menschen auf Unversehrtheit und Leben angeht ,
ist doch arg verschoben. Ich wollte erst noch die Seite von AI mit den Menschenrechten dem gegenüberstellen.
Habe es aber bleiben lassen.
Es ist so schon heftig genug.
Ich verfolge weiter, was es in anderen Fällen für Ergebnisse gibt.

Aber ich sehe es auch wie Donaldd, Eigentumsdelikte scheinen höherwertiger
zu sein als Delikte gegen Gesundheit und Leben.
Ja, da kommt die Emotion hoch, weil ich mir gut vorstellen kann, wie ich reagieren würde, wenn es
eigene Angehörige beträfe.
Eine Sichtweise, die sich jeder mal in einer stillen Stunde überlegen sollte.
Nicht , daß es passieren könnte,
sondern wie das ist, wenn es heute passiert wäre, jetzt, gleich.
Wenn es klingelt und die Polizei steht vor der Tür.

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Neuer Beitragvon fritz_the_cat » Di 16. Nov 2010, 18:27

Nordstern hat geschrieben:Ich wollte noch erwähnen, daß dieser Fall nur einer von eine Reihe Fällen ist,
die sich nach meiner sicher subjektiven Sichtweise zwischen 2009 und Sommer 2010 häuften.
Teils tödlich, teils mit schweren gesundheitlichen Folgen für die Opfer.
nordstern
Richter, die solche Menschen frei aus dem Gerichtssaal laufen lassen, machen sich in meinen Augen mitschuldig und fördern die Gewalt in unserer Gesellschaft.

Viele Grüße,
Fritz
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Die allgemeine Meinung ist nicht immer die wahrste.
(Giordano Bruno, ital. Philosoph, 1548-1600)
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Neuer Beitragvon Benny » Di 16. Nov 2010, 19:08

Drum schrieb ich ja, das ist Rechtsbeugung.

Gruß
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