Als Talente noch Talent hatten ...

Als Talente noch Talent hatten ...

Neuer Beitragvon angel » So 8. Nov 2009, 19:09

Ich setzt das mal unter "Theater", weil das Revuetheater ja schliesslich auch dazugehört ..
Geht euch das auch so? Die uns dargebotenen "Talente" in den sogenannten Shows werden immer schlechter bzw sind zum grössten teil völlig talentfrei und das geht einem auf den Wecker ..

Wie schön ist es da, wenn man mal so ein Kleinod aus früheren jahren, in diesem Fall 1944 , findet. Es handelt sich um die ROSS - Drillinge aus den USA, die eben nicht nur sigen und tanzen konnten sondern auch ... aber seht selbst und bitte guckt euch das GANZE Video an ...aber NICHT NACHMACHEN!!!


"Potato salat"
http://www.youtube.com/watch?v=5DJVSP3N ... _embedded#

Viel Vergnieschen!
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Re: Als Talente noch Talent hatten ...

Neuer Beitragvon gitana » So 8. Nov 2009, 20:35

Was Du über die sog. „Talentshows“ schreibst, Angel, sehe ich ähnlich, wobei hier und da dann doch mal der ein oder andere nicht gleich nach ein paar Auftritten wieder in Vergessenheit gerät, sondern wirklich ´was „drauf“ hat;-)

Vielleicht liegt das auch daran, daß manche Kinder in solchen Bereichen gefördert werden sollen, die eher der Neigung und Ansprechbarkeit der Eltern entsprechen als der eigenen. Die Fülle an Angeboten kommt hinzu, bei der dann nicht nur Kinder z.B. mit dem Erlernen eines Instrumentes anfangen (wollen oder sollen), um es dann nach einiger Zeit wegzulegen, weil sie plötzlich für etwas anderes Feuer gefangen haben, was auch wieder nach einer Weile wegen eines vermeintlich neuen Interesses erlischt. Hier denke ich, ist es auch die Auf-Gabe der Eltern, genau hinzuschauen, wo die Stärken des Kindes liegen und ihm die Sache in der Form schmackhaft zu machen und zu erhalten, daß sie zu einer genießenden Ausdauer angehalten werden, die aus ihnen selber kommt, sobald sie die ersten Erfolgserlebnisse erzielen, was m. E. „nur“ spielersich-entdeckend erreicht werden kann, ganz sicher nicht durch Zwang oder Druckausüben.

„Im Falle einer Begabung zeigt sich auch eine lustbetonte Leichtigkeit im Umgang mit der Bemeisterung dieses Materials etc. Ein Begabter kann sich durchaus für seinen Stoff aufopfern, da dieser ein gesteigertes Bedürfnis hat, auf seinem Gebiet mehr zu erleben. Außerdem ist die begabte Person ständig unzufrieden mit den bereits erlangten Leistungsstufen, was die Anstrengungsbereitschaft in diesem Bereich erhöht.“ Quelle: Wiki

Begabung läßt sich m.E. nicht erzwingen, ebenso wenig wie eine überdurchschnittliche Fähigkeit auf einem oder gar mehreren Interessensgebieten. Hier stimme ich mit dem, was Friedrich Hebbel über das Talent sagt, so ziemlich überein: „Jeder Mensch besitzt alle Talente, doch nur die hervorragendsten soll er ausbilden. Hier liegt aber der Grund, weshalb so viele hartnäckig ein unerreichbares Ziel verfolgen: sie haben das Gefühl, nicht ganz auf'm falschen Wege zu seyn.“

Solang dieses „nicht ganz“ einen Zweifel erkennen läßt, d.h. es an Selbstvertrauen mangelt, wird das vorhandene Talent einen selten vom Hocker reißen, denn ein begabter bzw. talentierter Mensch weiß um das Vorhandensein und „Beherrschen“ seiner Gabe. Ein-Bildung und übersteigerte Selbstzufriedenheit können darauf hindeuten, daß ein Talent mit allen Mitteln, meist aber -> vergeblich, über den Durchschnitt gehoben werden soll. Ich habe noch keinen „wahren“ Künstler kennengelernt, der mit seiner Leistung so ganz zufrieden war. - Ein weites Themengebiet, über das es sich nachzudenken lohnt, zumal heutzutage Hinz und Kunz an solchen Wettbewerben teilnehmen können, und „man“ schon genau hinschauen muß, was nun überdurchschnittlich gut ist oder eben doch am Ende nur dem Mittelmaß gereicht.

"Potato Salat" - echte Talente, die einen noch so richtig "mitgehen" lassen.
„Verschwiegenheit ist der Stempel eines fähigen Kopfes.“ - Baltasar Gracián y Morales
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